Elemente der Praxis
Zazen - Kinhin
Zazen – Sitzmeditation ist eine meditative Übung, die in der Regel die Hauptpraxis der zen-buddhistischen Tradition ist. Im Sōtō wird Zazen gleichgesetzt mit Erleuchtung.
Samu
ist eine zentrale Praxis im Zen-Buddhismus, die meditative Arbeit bezeichnet. Samu ist integraler Bestandteil der klösterlichen Disziplin und wird in vielen Zen-Klöstern bis heute praktiziert. Diese Praxis umfasst alltägliche Aufgaben wie Kochen, Putzen und Gartenarbeit, die mit Achtsamkeit und Hingabe ausgeführt werden.
Keisaku
Keisaku – Kyosaku ist ein Stock, mit dem im Zen Training während längerer Sitzperioden den Übenden zwei bis drei Schläge auf die Schultern (Schultermuskel) gegeben werden.
Kusen
Das Kusen (von Ku Mund und sen Unterweisung) ist die Unterweisung während des Zazen in der Soto Zen Tradition. Ein Kusen kann aus sehr einfachen, aber für die Zazen Praxis sehr wichtigen Sätzen bestehen wie z. B. Erinnerungen an die Körper- und Geisteshaltung: „Zieht das Kinn zurück“, „streckt die Wirbelsäule“, „folgt nicht euren Gedanken“ u. Ä. Die Unterweisung kann aber auch Kommentare zu Texten und Gedichten von alten Zen-Meistern beinhalten; ganzheitlich-intuitives Erfassen.
Mondo
Mondō (chinesisch: wenda) ist ein japanischer Begriff, der sowohl im japanischen als auch im chinesischen Chan-Buddhismus verwendet wird. Er bedeutet: Frage und Antwort. Er beschreibt die Stufen des Fragens von Praktizierenden über spirituelle Themen und deren Beantwortung durch einen Lehrenden, ohne auf theoretische Erklärungen zurückzugreifen – aus dem Moment heraus.
Teisho
Teishō ist die spirituelle Erläuterung der Prinzipien des Dharma im Zen.
In den Teishōs befasst sich der Lehrenden mit den Inhalten des Zen. Von einem Vortrag unterscheidet sich das Teishō durch das Zeigen des Dharma – der Wirklichkeit, wie sie ist. Äußerer Anhaltspunkt des Teishos sind meist traditionelle buddhistische Texte. Auch Koans werden besprochen.
Dokusan
Mit Dokusan (Einzelbesuch) bezeichnet man die Begegnung unter vier Augen mit dem Lehrenden in der Zurückgezogenheit seines Zimmers, im Rinzai-Zen (im Westen teilweise auch im Soto-Zen). Die besprochenen Inhalte unterliegen der absoluten Vertraulichkeit. Im Dokusan kann der Schüler zum Zweck der Unterweisung alles besprechen, was die Zen-Praxis betrifft. Der Lehrer seinerseits erhält die Möglichkeit, Fortschritte des Schülers zu prüfen.
Taiwa
Das Dokusan ist nicht wie das Taiwa ein einfaches Gespräch über richtiges Zazen, Atmung oder andere Inhalte der Übungen.
Orte der Praxis
Dōjō
Dōjō bezeichnet einen Übüngsraum für japanische Kampfkünste. Neben dieser traditionellen Bedeutung, wird der Begriff auch für den Meditationsraum im Zen-Buddhismus verwendet.
Zendo
Im Zen-Buddhismus ist das Zendō ein spirituelles Dōjō, in dem Sitzmeditation (Zazen) praktiziert wird.
Ein zen-buddhistischer Tempel hat mindestens einen Zendō der für zeremonielle Zwecke genutzt wird, und eine Vielzahl anderer Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen.
Jeder Ort, an dem Menschen Zen praktizieren kann als Zendō bezeichnet werden.




