Zen Meditation

Zen Meditation

Die Praxis des reinen Sitzens

Zen ist weder eine Theorie noch das Erlernen einer komplizierten Methode. Es ist nichts anderes als die Rückkehr zum Normalzustand von Körper und Geist, die Verwirklichung des ursprünglichen Gleichgewichts unserer Existenz. Frei von Dogmen richtet es sich direkt an das Herz des Menschen, der in der Stille tief vertraut wird mit seiner wahren Natur.

Zazen – Die Hauptpraxis
Zazen bedeutet schlichtweg „Sitzmeditation“ (aus dem Japanischen: za = sitzen, Zen = Versenkung). Es ist die Verkörperung des tiefen Friedens und der wahren Freude. Eine Meditationsperiode besteht im Allgemeinen aus zwei Sitzperioden, die durch das achtsame Gehen unterbrochen und durch eine gemeinsame Rezitation abgerundet werden. Im Sōtō-Zen wird Zazen nicht als Werkzeug zur Erleuchtung gesehen – das aufrechte, absichtslose Sitzen ist bereits die Erleuchtung.

Kinhin – Meditation im Gehen
Zwischen den Sitzperioden praktizieren wir Kinhin: das Gehen in absoluter Axhtsamkeit und Bewusstheit. Jeder Schritt wird mit dem Atem synchronisiert, um die unbewegte Konzentration des Sitzens direkt in die Bewegung zu übertragen.

Die Haltung (Körper)

Der Atem(Energie)

Der Geist ( Bewusstsein)

 Wir sitzen auf einem festen Kissen (Zafu), die Beine so gut es geht gekreuzt (oder auf einem Sitzbänkchen/Stuhl). Das Becken kippt leicht nach vorn, die Knie drücken fest in den Boden. Die Wirbelsäule richtet sich auf, der Scheitel strebt zum Himmel, das Kinn ist leicht zurückgezogen. Die linke Hand ruht in der rechten, die Daumen berühren sich waagerecht auf Höhe des Unterbauchs. Diese unbewegliche Geometrie schenkt dem Körper kosmische Stabilität.

 Die Ausatmung ist lang, tief, ruhig und kraftvoll. Sie erzeugt Energie in der Nierengegend. Die Einatmung kommt ganz von selbst, kurz und natürlich. Wenn der Atem fließt wie das Muhen einer Kuh oder der Atemzug eines Neugeborenen, fegt er alle mentalen Komplikationen weg. Der Geist wird klar wie ein wolkenloser Himmel.

 „Wenn der Geist auf nichts verweilt, erscheint der wahre Geist“ (Diamantsutra). Im Zazen bekämpfen wir Gedanken nicht, wir halten sie aber auch nicht fest. Sie ziehen vorbei wie Schatten vor einem Spiegel. Jenseits des dualistischen Denkens erscheint ganz natürlich Hishiryo – das universelle, ursprüngliche Bewusstsein.Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Worte der Meister

„Den Weg Buddhas zu verstehen, bedeutet sich selbst zu verstehen. Sich selbst zu verstehen, bedeutet sich selbst zu vergessen. Sich selbst zu vergessen, bedeutet eins zu sein mit den zehntausend Dingen.“
Eihei Dōgen

„Wenn einer fragt, was das wahre Zen ist, ist es nicht nötig, dass ihr den Mund öffnet. Zeigt alle Aspekte eurer Zazenhaltung, dann wird der Frühlingswind wehen, und die wunderbare Pflaumenblüte öffnet sich.“
Daichi Sokei